Viele Menschen, die in kleineren Gemeinden des Landkreises Kitzingen oder anderen ländlichen Gebieten leben, kennen das Problem. Das Internet funktioniert nicht oder nur schleppend. Der schnelle Zugang über DSL ist dort zumeist nicht möglich.

Surfen mit den mobilen Internetzugängen über das Handynetz – UMTS oder GRPS – sind zumeist langsam, das Signal schwach und nicht selten bricht während der Arbeit die Verbindung plötzlich kurz ab. Passiert letzteres muss derjenige, der eine E-Mail mit Anhang verschicken möchte, den gesamten Ladevorgang neu starten – teilweise mehrere Male. Manchmal sogar völlig ohne Erfolg.
Genau für dieses Problem hat der Kitzinger Einzelhändler Dieter Somorowsky eine Lösung gesucht und gefunden. „Zu mir kamen immer wieder Kunden in den Laden, die mir diese Probleme geschildert haben“, erklärt er. Seine Lösung: Spezielle Antennen, mit denen ein Internet-Empfangssignal verstärkt werden kann.

Seit etwa drei Jahren lässt er spezielle Antennen für Laptops und Heim PCs anfertigen. „Das sind keine Wunderkästen“, erklärt er. Wo es keinen Empfang gibt, könnten sie auch nichts ausrichten. Doch eines können sie gut: ein schwaches Signal stabilisieren – so dass eine dauerhafte Verbindung möglich wird. „Es ist kein Hexenwerk.“

Antennen von Spezialfirma
Von seinen Produkten hat sich Somorowsky auch schon selbst überzeugen können. In den Urlaub lässt er sich schon einmal eine Antenne nachschicken, wenn es dort mit dem Internetempfang nicht so klappt wie erhofft. Aus schlechten ein bis maximal zwei Empfangsstrichen im vergangenen Urlaub hat er nach dem Anstecken der Antenne fünf zusammenbekommen. Selbst das Versenden größerer E-Mails sei dann kein Problem mehr gewesen, berichtet er.
Die Menschen, die zu ihm in den Laden kommen, brauchen die Antennen aber zumeist nicht für den Urlaub, sondern für zu Hause. Die meisten von ihnen sind Privatpersonen.

Seit ein Mitarbeiter der Telekom von Somorowskys Antennen erfahren hat, werden sie von diesem weiterempfohlen – sogar europaweit, freut sich der Einzelhändler. Schlechter Internetempfang ist schließlich nicht nur ein deutsches Problem. Das Hauptverbreitungsgebiet sei aber nach wie vor die Bundesrepublik, genauer der Landkreis Kitzingen.
Für diesen habe er die technischen Geräte schließlich entwickelt.
Die Antennen die der Geschäftsmann von einer Spezialfirma fertigen lässt, haben spezielle Stecker, damit sie mit verschiedenen Laptopkarten, Router-Boxen, Modems und USB-Sticks verwendet werden können. Es gebe kein Gerät, für das er keine Lösung bieten könne, versichert der Einzelhändler.

Außerdem gibt es verschiedene Antennenarten – solche mit geringer Richtwirkung und andere mit einer stark ausgeprägten Richtwirkung: „Bei diesen sollte man ungefähr wissen, wo der nächste Sender ist.“ Ihr Vorteil gegenüber Exemplaren mit schwächerer Richtwirkung:
Der Sender wird genauer angepeilt und dadurch kann das schwache Signal besser auf den eigentlichen Antennestab gelekt werden. Außerdem werden als erwünschter Nebeneffekt Störungen besser unterdrückt. Diese führen nämlich auch zur Verlangsamung der Up oder Downloads.

Doch trotz der großen Auswahl kämen immer wieder Kunden mit anderen Wünschen: „Ich werde immer wieder nach Verstärker-Antennen gefragt.“ – ähnlich zu den Fernseh- und Radioantennen. „Ich kann mir aber nicht erklären wie das funktionieren soll.“
Denn anders als bei Fernseh- und Radio-Geräten würde eine solche Antenne für den Internetempfang in zwei Richtungen senden. „Damit würde man dann eine unangemeldete Sendeanlage betreiben.“ Das ist strafbar – im Gegensatz zu den externen Antennen, die Somorowsky vertreibt.

Desweiteren soll es bald UMTS und GSM Repeater bei Somorowsky geben, welche man mit einer Genehmigung des jeweiligen Netzbetreibers legal betreiben kann.


Pressemitteilung zu UMTS Antennen
Markiert in:        

Leave a Reply